
Verkehrsknotenpunkt Ochsenzoll (II)
BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG 16. Wahlperiode
Drucksache
16/5902
27. 04. 01
Schriftliche Kleine Anfrage
des Abgeordneten Klaus-Peter Hesse (CDU) vom 12. 04. 01 und
Antwort des Senats
Betr.: Verkehrsknotenpunkt Ochsenzoll (II)
Presseberichten zufolge soll im Jahr 2007 der Umbau des Kreuzungsbereichs Schleswig-Holstein-Straße / Segeberger Chaussee (B 432) und Langenhorner Chaussee (B 433) fertiggestellt sein. Hierbei soll es sich um eine bauliche Kombination aus zweispurigem Kreisverkehr und zweispurigem Tunnel in Nord-Süd-Richtung handeln. Ziel der Umbaumaßnahme müßte aus Hamburger Sicht eine weitere Entlastung der Langenhorner Chaussee und damit eine Lenkung zur Flughafenumgehung sein. Dieses scheint mit der jetzigen Lösung jedoch nicht realisierbar. Erwartet wird statt dessen eine höhere Belastung der Langenhorner Chaussee durch den Tunnel. Die Baukosten in geschätzter Höhe von 14 Millionen DM werden offenbar vom Bund und vom Land Schleswig-Holstein jeweils zur Hälfte getragen. Dies vorausgeschickt, frage ich den Senat: 1. Welche Gespräche haben wann und mit welchem Ergebnis mit der Stadt Norderstedt zum Ausbau des Verkehrsknotenpunktes stattgefunden, und wer hat an diesen Gesprächen in welcher Funktion jeweils teilgenommen? Vgl. Antwort des Senats zu 1. der Schriftlichen Kleinen Anfrage Drucksache 16/4956. 2. Welche Auswirkungen auf die verkehrliche Belastung der Langenhorner Chaussee erwartet der Senat nach Fertigstellung des Verkehrsknotenpunktes? Vgl. Antwort des Senats zu 3. der Schriftlichen Kleinen Anfrage Drucksache 16/4288. 3. Mit welchen Maßnahmen beabsichtigt der Senat zu vermeiden, daß der durch die Flughafenumgehung entstandene Entlastungseffekt zugunsten der Langenhorner und Fuhlsbütteler Bürgerinnen und Bürger durch den Ausbau des Verkehrsknotenpunktes Ochsenzoll aufgehoben wird? Siehe Antwort zu 1. 4. Hat es Verkehrszählungen auf der Langenhorner Chaussee, insbesondere nach Fertigstellung der Flughafenumgehung, gegeben? a) Wenn ja, – wann und – wie war die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DtV) und die DtV an Werktagen vor und nach der Fertigstellung der Flughafenumgehung? b) Wenn nein, warum nicht? Ja. Aus jährlich vorgenommenen Verkehrszählungen an der Langenhorner Chaussee liegen Ergebnisse für 1998, 1999 (vor Eröffnung der Umgehungsstraße) und für den 17. Januar und 8. Februar 2000 vor (siehe Anlage). Die Zählwerte aus dem Jahr 2000 sind noch nicht als Ergebnis einer „Nachher-Zählung“ zu werten; die „Nachher-Zählung“ ist für Sommer dieses Jahres vorgesehen.
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Drucksache 16/5902
Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 16. Wahlperiode
5. Wer finanziert zu welchen Teilen den Umbau des Knotenpunktes? 6. Ist durch die aktuelle Norderstedter Planung auch Hamburger Staatsgebiet betroffen? Wenn ja, in welchem Umfang, wie gedenkt der Senat diesen Umstand bei den Norderstedter Planungen einzubringen und in welcher Höhe wird sich Hamburg an der Finanzierung beteiligen? Nach den bisher bekannt gewordenen Planungen ist Hamburg durch die eigentliche Baumaßnahme nicht betroffen. Die Finanzierung wird vom Land Schleswig-Holstein und von der Stadt Norderstedt anteilig übernommen. Die genaue Höhe der Anteile ist der zuständigen Behörde in Hamburg nicht bekannt. Im übrigen vgl. Antwort des Senats zu 1. der Schriftlichen Kleinen Anfrage Drucksache 16/4956. 7. Hat es Gespräche mit Gewerbetreibenden im nördlichen Bereich der Langenhorner Chaussee hinsichtlich ihrer Vorstellungen zum Verkehrsknotenpunkt Ochsenzoll gegeben? a) Wenn ja, wer hat an diesen Gesprächen in welcher Funktion teilgenommen und welches Ergebnis hatten sie? b) Wenn nein, warum nicht? Nein. Ein solches Erfordernis wurde bisher nicht gesehen. 8. Welche Planung favorisiert der Hamburger Senat für den Ausbau des Verkehrsknotenpunktes? 9. Hat es über die von Hamburg favorisierte Planung Verhandlungen gegeben? a) Wenn ja, wann, durch wen und mit welchem Ergebnis? b) Wenn nein, warum nicht? Siehe Antwort zu 1. 10. Warum hat der Senat nicht rechtzeitig mit der Stadt Norderstedt Kontakt aufgenommen, um auf die Planungen entscheidenden Einfluß zu nehmen? 11. Woran ist aus Sicht des Senats ein konstruktiver Dialog mit der Stadt Norderstedt bislang gescheitert? Die Stadt Norderstedt ist zu keinem Zeitpunkt über die ablehnende Haltung Hamburgs zu der geplanten Bevorzugung des Nord-Süd-Verkehrs im Zuge der Schleswig-Holstein-Straße–Langenhorner Chaussee im unklaren gelassen worden. Im übrigen vgl. Antwort zu 1.
Anlage
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Drucksache 16/5902
Anlage zur Antwort des Senats
Verkehrsstärke Langenhorner Chaussee (B 433)
Angaben in Kfz/ 24 h, DTVw = Durchschnittlicher täglicher Verkehr an Werktagen DTVw 98 – Südlich Landesgrenze – Nördlich Krohnstieg – Südlich Krohnstieg 30 000 36 000 51 000 DTVw 99 30 000 36 000 50 000 Tagesverkehr 2000 27 200 (17. Januar 2000) 30 600 (8. Februar 2000) 40 000 (8. Februar 2000)
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