
Jugendkriminalität und Jugendstrafrecht 1998 bis 2002
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17/2241 | Jugendkriminalität und Jugendstrafrecht 1998 bis 2002 (Schriftliche Kleine Anfrage)

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG 17. Wahlperiode
Drucksache
17/2241
21. 02. 03
Schriftliche Kleine Anfrage
des Abgeordneten Klaus-Peter Hesse (CDU) vom 13. 02. 03 und
Antwort des Senats
Betr.: Jugendkriminalität und Jugendstrafrecht 1998 bis 2002
Der zwischen der CDU, der Fraktion der Partei Rechtsstaatlicher Offensive sowie der FDP geschlossene Koalitionsvertrag legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Bereich Jugendgerichtsbarkeit. Um jugendlichen Straftätern ihr Unrecht frühzeitig vor Augen zu führen und sie zeitnah zur Verantwortung zu ziehen, sollen verhängte erzieherische Maßnahmen schnell und konsequent vollstreckt werden sowie eine ausreichende Anzahl an Plätzen in geschlossenen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Bezug nehmend auf die Drucksachen 16/458 und 16/1462 frage ich den Senat: 1. Wie viele Jugendliche und Heranwachsende sind in den Jahren 1998 bis 2002 in Untersuchungshaft genommen worden? (Bitte für die einzelnen Jahre getrennt angeben.)
1998 313
1999 394
2000 417
2001 499
2002 601
2. Wie hat sich die Zahl der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in „Jugendsachen“ in den Jahren 1998 bis 2002 entwickelt? (Bitte für die einzelnen Jahre getrennt angeben.)
1998 29.611
1999 23.182
2000 25.869
2001 30.401
2002 28.170
Es handelt sich um interne Auswertungen der Geschäftszahlen. 3. In wie vielen Fällen sind Heranwachsende nach dem JGG bzw. nach dem Erwachsenenstrafrecht in den Jahren 1998 bis 2002 verurteilt worden? (Bitte für die einzelnen Jahre getrennt angeben.) Welche Relation war in anderen Bundesländern für diesen Zeitraum feststellbar?
Hamburg
Verurteilte Heranwachsende davon verurteilt nach Jugendstrafrecht Allgem. Strafrecht
1998 781 716 65 1998 52.917 32.466 20.451
1999 791 710 81 1999 54.512 34.000 20.512
2000 960 875 85 2000 56.194 34.751 21.443
2001* 1.180 982 198 2001* 59.083 37.471 21.612
Bundesgebiet
Verurteilte Heranwachsende davon verurteilt nach Jugendstrafrecht Allgem. Strafrecht
* Daten der Strafverfolgungsstatistik liegen nur bis zum Jahr 2001 vor.
Bürgerschaftsdrucksachen – außer Senatsvorlagen – sind – gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier – zu beziehen bei: Druckerei Wartenberg & Söhne GmbH, Theodorstraße 41 w, 22761 Hamburg, Telefon 89 97 90 - 0
Drucksache 17/2241
Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 17. Wahlperiode
4. Wie viele Staatsanwälte und Richter sind in den Jahren 1998 bis 2002 mit Strafsachen Jugendlicher und Heranwachsender betraut worden? (Bitte für die einzelnen Jahre getrennt angeben.) Pensen der Richterinnen und Richter beim Amtsgericht:
1998 15,05 1998 17,75
1999 15,3 1999 17,75
2000 15,3 2000 14,75
2001 15 2001 15,75
2002 16,5 2002 17,75
Pensen der Staatsanwältinnen und Staatsanwälte der Jugenddezernate*:
* Ohne Anteile der Personalkapazitäten in den Sonderabteilungen der Staatsanwaltschaft Hamburg (z. B. BtM), da diese nicht gesondert ausgewiesen werden.
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Senatskanzlei
Geschäftsstelle des Senats GS 11
5. März 2003 zu 17/2241
Berichtigung
Betr.: Antwort des Senats auf die Schriftliche Kleine Anfrage des Abg. Hesse (CDU) betreffend „Jugendkriminalität und Jugendstrafrecht 1998 bis 2002“ (Bürgerschaftsdrucksache 17/2241) Folgende Berichtigung ist vorzunehmen:
In der Antwort zu 3. ist in der Tabelle, Hamburg betreffend, zweite Zeile, 4. Spalte, die Zahl „690“ durch die Zahl „960“ zu ersetzen.
1. An die Parlamentsdokumentation Obige Berichtigung wurde eingeordnet unter der lfd. Nr. 14.