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Weniger Ampeln - Mehr Umwelt

Als pdf: 19/5388 | Weniger Ampeln - Mehr Umwelt (Schriftliche Kleine Anfrage)


BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG 19. Wahlperiode

Drucksache

19/5388
23.02.10

Schriftliche Kleine Anfrage
des Abgeordneten Klaus-Peter Hesse (CDU) vom 16.02.10 und

Antwort des Senats

Betr.:

Weniger Ampeln – Mehr Umwelt? Ziel von Lichtsignalanlagen (LSA), ist es, dem Fußgänger-, Radfahrer-, Busund Individualverkehr an Kreuzungen und Einmündungen ein sicheres miteinander zu ermöglichen. Grundsätzlich werden LSA eingesetzt, um den Verkehrsfluss zu verbessern und gefährliche oder gefahrenträchtige Verkehrssituationen zu verhindern. Mittlerweile ist jedoch wissenschaftlich umstritten, ob LSA tatsächlich überall die Sicherheit erhöhen können. Es ist mittlerweile unbestritten, das fließender Verkehr aufgrund der niedrigeren CO2-Emissionen umweltfreundlicher ist als stehender und stauender. Zudem geht es aber auch darum, die Summe der Wartezeiten der Verkehrsteilnehmer aus wirtschaftlichen Gründen zu minimieren. Der Senat hat deshalb beschlossen, sogenannte Gemeinschaftsstraßen (Shared Space), in Hamburg zu verwirklichen. Durch dieses Konzept, das alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt, soll der vom Verkehr dominierte öffentliche Raum lebenswerter und sicherer werden. Ich frage den Senat: 1. Wie viele LSA gibt es zurzeit in Hamburg? Sind weitere geplant?

In Hamburg gibt es gegenwärtig 1.711 Lichtsignalanlagen. Im Rahmen von Erschließungsmaßnahmen, sonstigen Veränderungen oder Umbauten im vorhandenen Straßennetz sind Neubauten von Lichtsignalanlagen im Einzelfall erforderlich. 2. Wie viele LSA wurden wo in den letzten vier Jahren abgebaut, aus welchen Gründen und wo?

In den letzten vier Jahren sind 33 Lichtsignalanlagen (siehe Anlage) abgebaut worden. Gründe hierfür waren insbesondere: • • Die Lichtsignalanlagen sind durch einen Kreisverkehr ersetzt worden. Die verkehrstechnischen Erfordernisse waren nicht mehr gegeben. 3. Gibt es eine Prioritätenliste für neue LSA? Wenn ja, wo sollen die nächsten 20 Standorte sein und wann sollen diese umgesetzt werden? Wenn nein, wer entscheidet, an welchen Standorten neue LSA aufgebaut werden? Eine Prioritätenliste für neue Lichtsignalanlagen wird nicht geführt. Die Entscheidung über gegebenenfalls neu zu errichtende Anlagen trifft die Straßenverkehrsbehörde.


Drucksache 19/5388

Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 19. Wahlperiode

4.

Nach welchen Kriterien wird entschieden, ob eine LSA weiter in Betrieb bleibt?

Folgende Kriterien werden unter anderem berücksichtigt: • • • • Verkehrssicherheit und Unfallsituation, Sichtverhältnisse, Verkehrsstärken, Schutzbedürfnisse der Fußgänger und Radfahrer. 5. Ist beabsichtigt, die LSA Flughafenstraße/Ecke Ohkamp zu demontieren? Wenn ja, wann soll dies geschehen; wenn nein, warum nicht? Aktuelle Zählungen haben ergeben, dass die Lichtsignalanlage Flughafenstraße/ Ohkamp entbehrlich ist. Es ist beabsichtigt, die Demontage anzuordnen. Der Abbau erfolgt im Rahmen von baulichen Anpassungen beziehungsweise Folgemaßnahmen, die vom zuständigen Bezirksamt geplant und ausgeführt werden. Ein Termin hierfür steht noch nicht fest. 6. Ist beabsichtigt, die LSA Swebenweg/Ecke Märkerweg neu zu programmieren, beziehungsweise nachts abzustellen, um unnötiges Halten auf einer Hauptverkehrsstraße zu minimieren? Wenn ja, zu wann soll dies geschehen? Wenn nein, warum nicht? Aus Gründen der Verkehrssicherheit und Leistungssteigerung wird der Knoten Swebenweg/Märkerweg umgebaut. Hierfür sind verkehrsabhängige Schaltprogramme entwickelt worden, mit denen die Leistungsfähigkeit gesteigert werden kann. Eine Nachtabschaltung ist aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht möglich. Der Straßenumbau ist nach derzeitigem Stand für 2011 vorgesehen.

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Drucksache 19/5388

Anlage

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