
Die gefährlichsten zehn Straßenkreuzungen Hamburgs – Arbeit der Unfallkommission
BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG 20. Wahlperiode
Drucksache
20/1237
19.08.11
Schriftliche Kleine Anfrage
des Abgeordneten Klaus-Peter Hesse (CDU) vom 11.08.11 und
Antwort des Senats
Betr.:
Die gefährlichsten zehn Straßenkreuzungen Hamburgs – Arbeit der Unfallkommission Der Senat hat im Rahmen seiner Beantwortung der Großen Anfrage Drs. 20/1013 dargestellt, wie erfolgreich die Unfallkommission in den letzten Jahren gewirkt hat. Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat: 1. Finden regelmäßig Untersuchungen und Erhebungen statt, wie sich die Unfallzahlen an Hamburgs Straßenkreuzungen und Straßenzügen entwickeln und wo weitere Unfallschwerpunkte entstehen? Wenn ja, welches sind die zehn Kreuzungen/Straßenzüge mit den höchsten Unfallzahlen in 2010 und welche Ursachen haben die Unfälle? Wie haben sich die Unfallzahlen im ersten Halbjahr 2011 an diesen Kreuzungen/Straßenzügen entwickelt und zeichnen sich neue Unfallschwerpunkte ab (gegebenenfalls Benennung weiterer Unfallschwerpunkte 2011 mit Angabe der Anzahl der Unfälle und der ermittelten Ursachen)? Wenn nein, wie werden Unfallschwerpunkte seitens der Polizei identifiziert und festgelegt? Worauf basiert die Tätigkeit der Unfallkommission?
Ja. Es können jedoch mit der aktuellen Verkehrsunfalldatenbank EUSKA (Elektronische Unfalltypen-Steckkarte) keine Auswertungen im Sinne der Fragestellung durchgeführt werden. Im Übrigen siehe Drs. 18/869 und 18/5065. 2. Wo liegen die nächsten zehn Unfallschwerpunkte, mit denen sich die Unfallkommission befassen wird, und um welche Aufgabenstellungen handelt es sich vor Ort? Wie bemisst sich der Erfolg der Unfallkommission vor und nach der Umsetzung von Maßnahmen im Einzelnen? Wie haben sich die Unfallzahlen an den bereits evaluierten Kreuzungen/Straßenzügen jeweils konkret entwickelt?
Daten im Sinne der Fragestellung liegen nicht vor. Im Übrigen siehe Drs. 18/869. 3.
Die Unfallkommission evaluiert regelmäßig die von ihr getroffenen Maßnahmen. Im Übrigen vergleiche Drs. 18/5065 und siehe Anlage, der die Unfallentwicklung an den in Drs. 20/1013 genannten, abschließend evaluierten Örtlichkeiten im Einzelnen zu entnehmen ist.
Gelistet sind nur die Verkehrsunfälle, deren Unfalltypen bzw. -ursachen die Grundlage für die Beratungen in der Unfallkommission bildeten. Dargestellt ist die Unfallentwicklung jeweils in den drei Jahre vor und nach der Realisierung von Maßnahmen. Örtlichkeit Problemlage Unfalltyp bzw. Ursache 1 Curslacker Neuer Deich • Linksabbiegen am Knoten Curszw. Neuer Weg und AS lacker Neuer Deich / Neuer Weg Bergedorf • Gesamter Abschnitt: Fehler beim Einfahren in den Fließverkehr und beim Linksabbiegen auf die Gewerbegrundstücke Unfälle durch Fehler beim LinksabBreslauer Str. / biegen, im Längsverkehr beim Köhlbrandbrücke Nebeneinanderfahren Unfalltyp: Abbiege-Unfall Einbiegen-/Kreuzen-Unfall Unfall im Längsverkehr Unfallursache: Abbiegen Abstand Nebeneinanderfahren Stader Str. / Moorburger Bogen Borstelmannsweg / Wendenstraße Poppenbütteler Weg / Rehagen Adenauerallee / Kreuzweg (Gesamtknoten) Auffahr- und Verflechtungsunfälle Unfalltyp: Fahrunfall Unfall im Längsverkehr 0 1 0 2 2 6 1 5 7 4 3 8 2 7 Anzahl der Verkehrsunfälle Jahre vorher Jahre nachher 2 3 1 2 3 1 0 3 6 3 7 0 3 12 8 3 2 3 3 3 0 0 3 3 8 1 5 8 4 3 3 4 2 0 1 2 0 2 9 0 3 6 4 1 8 6 1 0 1 1 0 5 11 0 5 2 6 0 3 2 3 2 1
Drucksache 20/1237
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Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 20. Wahlperiode
1 0 1 9 0 5 1 2 2 7 1 0 Anlage
Vorfahrtunfälle
Unfallursache: Vorfahrt/Vorrang Vorfahrtunfälle. Unfallursache: Vorfahrt/Vorrang Unfälle durch Fehler beim LinksabUnfallursache: biegen und bei Fahrstreifenwechseln, Abbiegen Rotlichtmissachtungen Nebeneinanderfahren Rotlichtmissachtungen
Fuhlsbütteler Straße / Rübenkamp
Auffahrunfälle
Unfalltyp: Unfall im Längsverkehr