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Die Stadtbahn kann kommen

Als pdf: Die Stadtbahn kann kommen
Aufgelistet in WKIB: 15.10.2008 - WKIB Oktober 2008.pdf

Pressemitteilung
18.09.2008

Die Stadtbahn kann kommen
Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hält die beabsichtigte Beauftragung der Hamburger Hochbahn (HHA) für einen ersten wichtigen Schritt bei der Realisierung der Stadtbahn in Hamburg. Die HHA soll gewährleisten, dass die Stadtbahn den an sie gestellten Erwartungen als wichtiger Erschließungsträger gerecht wird und keine Kannibalisierung der Routen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stattfindet. Mit der Stadtbahn besteht die Chance, stadtentwicklungspolitische Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit zu beseitigen und dringend benötigte Tangentialverbindungen herzustellen. Für viele Menschen in Steilshoop und Osdorf kann ein lang ersehnter Wunsch wahr werden. Klaus-Peter Hesse MdHB dazu: „Eine Stadtbahn erfordert nur ein Zehntel der Kosten der U-Bahn, bietet aber nahezu den Komfort derselben und ist im Gegensatz ohne Aufzüge und Rolltreppen ebenerdig und damit auch für mobilitätsbehinderte Menschen problemlos zugänglich. Heute stellen Stadtbahnen das flexibelste, kostengünstigste und anpassungsfähigste Bahnsystem dar. Sie können auf der Straße, in Tunneln und auf Dämmen fahren, standardmäßig auch auf Strecken der Eisenbahnen, der S-Bahnen, der AKN und – bei entsprechender Modifikation der Tunnel zur besseren Ausnutzung des für Stadtbahnen ungenügenden Lichtraumprofils – auch auf Hamburgs UBahnstrecken.“ Die CDU-Bürgerschaftsfraktion begrüßt die Abkehr von der Führung zum Borgweg. Die Nutzer wollen nicht von Steilshoop nach Winterhude fahren und die Winterhuder nicht nach Steilshoop. Der Bahnhof Lattenkamp und der Bahnhof Barmbek sind bessere Ziele, um eine sinnvolle und möglichst nutzergerechte Verknüpfung zum bestehenden Schienennetz zu erreichen. Ausdrücklich begrüßt die CDU die jetzt geplante Weiterführung zum Bahnhof Altona mit anschließender Erschließung von Lurup und Osdorf sowie den Arenen im Volkspark. Zur Beseitigung von Engpässen im Verkehrsraum sollte nach Auffassung von Hesse auch bei der Stadtbahn das Modell „Shared space“ greifen, bei dem die Stadtbahn in den Straßenverkehr integriert ist. Eigene Trassenführungen sollten nur dort realisiert werden, wo ansonsten mit erheblichen Behinderungen des Betriebs gerechnet werden muss. Das ganze Projekt steht und fällt allerdings mit Bundeszuschüssen. Genauso wie die U4 muss auch die Stadtbahn sich dem standardisierten Bewertungsverfahren stellen und mit Leistung überzeugen. Die CDU erwartet zudem, dass in dieser Wahlperiode auch die Planungen für die U4 vorangetrieben werden. Der Sprung über die Elbe kann nur realisiert werden, wenn der weitere Verlauf und die Variantenfrage geklärt sind. Klaus-Peter Hesse MdHB: „Ich gehe davon aus, dass die Fachbehörde geprüft hat, ob andere Bewerber als die HHA in Frage kommen. Die Stadtbahn ist ein gemeinsames Projekt, so dass wir bei der Umsetzung ein gewichtiges Wort mit-reden werden. Da in Zukunft der ÖPNV eine immer wichtigere Medienkontakt: Klaus-Peter Hesse Mobil: 0172 – 413 80 10


Pressemitteilung
Rolle einnehmen wird und viele Menschen im Alter auf Mobilität ohne Auto in einer Großstadt angewiesen sein werden, kann die Stadtbahn Entlastung bringen. Hierbei ist uns allerdings die Erschließung von Stadtteilen wichtiger als Leistungsoptimierung auf bestehenden Bus- und Bahnstrecken. Wir werden auch darauf achten, dass die Anforderungen an einen funktionierenden Wirtschaftsstandort durch die Stadtbahn nicht gefährdet werden und der Individualverkehr nicht unnötig behindert wird. Es gibt umfangreiche Erfahrungen in anderen Städten, so dass wir das Rad nicht neu erfinden müssen. Nizza ist beispielsweise bekannt für seine integrierte Stadtbahn und könnte aus meiner Sicht ein Vorbild für Hamburg sein.“

Medienkontakt: Klaus-Peter Hesse Mobil: 0172 – 413 80 10